Grund #43: Lebensqualität

Lebensqualität ist für manche Ruhe, für andere Austausch, für viele ist es die gute Mischung
Lebensqualität ist für manche Ruhe, für andere Austausch, für viele ist es die gute Mischung

Frag zehn Menschen in Oberpullendorf, was für sie Lebensqualität bedeutet – und du bekommst zehn verschiedene Antworten. Das ist kein Problem. Das ist so – und es ist gut so. Für mich ein Grund sich mit der Liste für ALLE für jede dieser Antworten zu interessieren und einzusetzen.

Was Lebensqualität wirklich heißt

Für die eine ist es der Schattenplatz unter einem Baum im August. Für den anderen der sichere Radweg zur Arbeit. Für die nächste der Parkplatz nahe der Apotheke. Für wieder andere: der Platz im betreuten Wohnen, wenn man ihn braucht. Der Wohnraum, den man sich leisten kann. Das Eigenheim, das möglich ist. Der Spielplatz, auf dem Kinder sicher spielen können. Die Hundefreilaufzone, auf der man Gleichgesinnte trifft.

Lebensqualität ist auch: eine Hausarztstelle, die nicht wegbricht. Eine Nahversorgung, die funktioniert. Barrierefreie Wege, die niemanden ausschließen. Sichere Wasserversorgung. Schulen, die mit der Gemeinde verzahnt sind – Oberpullendorf ist Schulstadt, das ist ein echter Vorteil, den wir längst besser nutzen könnten. Sicherheit im öffentlichen Raum. Und digitale Infrastruktur, die nicht nur auf dem Papier existiert.

Drei Schwerpunkte, die ich setzen will

Wenn ich an Lebensqualität für Oberpullendorf denke, dann fallen mir zuerst drei Bereiche ein.

Erstens: Begegnungsräume. Begrünt, gekühlt, für ALLE nutzbar. Es gibt bereits ein Konzept für einen grünbeschatteten, entsiegelten Hauptplatz. Verkehrsexperten haben schon beim Leader-Projekt „OP2025 – Stadt der Zukunft“ die obere Hauptstraße als Begegnungszone gesehen und den Ausbau der Radverkehrswege vorgeschlagen. Menschen sollen gerne in Oberpullendorf verweilen, statt nur durchzufahren. Das sind keine Träumereien. Das sind ausgearbeitete Ideen, die auf ihre Umsetzung warten. Solche Räume braucht es in ganz Oberpullendorf und Mitterpullendorf.

Zweitens: Arbeitsplätze vorausdenken. Die Hauptstraße der Zukunft wird keine Einkaufsstraße mit vielen Einzelhandelsgeschäften mehr sein. Sie wird Büros brauchen, Servicebetriebe, Menschen, die mittags essen gehen und die Stadt auch abends beleben. Wer heute noch so denkt wie vor 20 Jahren, verliert morgen Kommunalsteuer, Kaufkraft und Leben in der Stadt. Oft sage ich: Ich arbeite dort, wo andere Urlaub machen. Home-Office, KI-Agenten, Work-Life-Blending – vieles muss nicht nur auf der Hauptstraße, sondern in ganz Oberpullendorf für die Arbeitsplätze der Zukunft mitgedacht werden.

Drittens: Kultur und Tourismus verbinden. Oberpullendorf hat das Potenzial, echter Anlaufpunkt für die gesamte Region zu sein – für Thermengäste, Weintouristen, Familien. Das gelingt nicht durch Abgrenzung, sondern durch Zusammenarbeit mit den Weinbaugemeinden, dem Thermentourismus und den umliegenden Veranstaltern. Die Region gewinnt, wenn wir nicht nur bis zu Stadtgrenze denken. Als Hauptstadt des Sonnenlandes gibt es eine Verantwortung, die wir ALLE, aber vor allem ich als Bürgermeister übernehmen werde.

Große Zeichen und kleine Zeichen – aber nie aufhören

Nicht jede Maßnahme kostet viel. Viele der wirksamsten Schritte für mehr Lebensqualität sind schnell umsetzbar, günstig – und spürbar. Und für die großen Projekte gilt: Sie bleiben in der Pipeline, wenn es das Budget nicht hergibt. Man plant voraus, man kennt die Fördermöglichkeiten, man wartet auf den richtigen Moment. Und dann setzt man ein wirksames Zeichen.

Ich stelle Kosten immer dem Wert gegenüber, den sie schaffen. Ich bin ein Fan von Förderungen, die klug genutzt werden. Und ich bin überzeugt: Lebensqualität für ALLE entsteht nicht durch Einzelprojekte oder Freunderlwirtschaft für wenige. Sie entsteht, wenn man ALLE an einen Tisch holt – und gemeinsam das entwickelt, was wirklich für die Lebensqualität für ALLE zählt.

💡 Was fehlt dir für mehr Lebensqualität? Sag es uns.